Medienberichte und Publikationen rund um Fahrräder, Pedelecs, Technik und Sicherheit

Die häufigsten Sicherheitsrisiken, die uns in der täglichen Arbeit rund um Fahrrad-Sicherheit, -Technik und -Bedienungsanleitungen auffallen, publizieren wir auch in Artikeln in den führenden Fachmagazinen TOUR – Europas Rennrad-Magazin Nr. 1, BIKE – Das Mountainbike Magazin Europas Nr. 1 und E-Bike – Das Pedelec-Magazin, um diese für die Branche wichtigen Informationen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig in unabhängigen Fachvorträgen über alle Bereiche der Fahrradtechnik und des Fahrradmarktes. Auch weitere Fach- bzw. Branchenzeitschriften sowie immer häufiger Radio und Fernsehen zitieren uns in ihren Medienberichten und zeigen uns, dass wir mit unseren Hinweisen genau richtig liegen. In der Rubrik AKTUELL erfahren Sie laufend alle Neuigkeiten aus unseren Fachbereichen. Diese Berichte und Publikationen sortieren wir für Sie chronologisch bzw. nach Interessensgebieten.

Urbanbiking, 03/2011

Billige Rahmen und schlampige Elektrik

Treten bei Pedelecs vom Discounter Schäden auf, dann meist an den Tiefeinsteiger-Rahmen oder an der elektrischen Ausrüstung. Der Radsachverständige Dirk Zedler erklärt die Hintergründe.

Treten bei Pedelecs vom Discounter Schäden auf, dann meist an den Tiefeinsteiger-Rahmen oder an der elektrischen Ausrüstung. Der Radsachverständige Dirk Zedler erklärt die Hintergründe.

Damit Pedelecs überhaupt zu Kampfpreisen angeboten werden können, werden Sie häufig billig im Ausland produziert. Das kann zu Problemen führen. Der Radsachverständige Dirk Zedler erklärt: "Billige E-Bikes oder Pedelecs vom Discounter werden häufig importiert, ohne dass hierzulande die Spezifikation gemäß den hiesigen Anforderungen festgelegt und die Qualität kontrolliert wird. Das führt dazu, dass Pedelecs zum Kunden kommen, die weder die nötige Fahrsicherheit aufweisen noch eine ausreichende Haltbarkeit."

Die mangelnde Haltbarkeit zeigt sich meist zuerst an den Rahmen der Billig-E-Bikes, die in zu geringer Dimensionierung konstruiert werden. Am größten sind die Probleme bei schlecht gebauten Tiefeinsteiger-Rahmen. Dirk Zedler: "Die schlechten dieser Unisexrahmen neigen schon ohne E-Motor zu sehr unruhigen Fahreigenschaften und der vordere Bereich des Rahmens bricht aufgrund Ermüdung gelegentlich im Fahrbetrieb ab. Kombiniert man diese schwachen Rahmen noch mit einem Elektromotor im Vorderrad und bohrt Löcher für die Kabelverlegung zur Stromversorgung hinein, potenziert sich das Risiko."

Konsequenz für Fahrrad und Fahrer: Das Gesamtgewicht des Fahrrads steigt durch Motor, Akku & Co. Durch die Motorunterstützung des Pedelecs fährt der Fahrer öfter, weiter und vor allem schneller. Dirk Zedler: "Allesamt Faktoren, die die Lebensdauer herabsetzen. Unfälle sind so vorprogrammiert und auch schon eingetreten, wie wir als Sachverständige aus dem Gutachtenalltag wissen."

Doch neben den mechanischen Eigenschaften ist nach Zedlers Erfahrung auch die elektrische Ausrüstung bei vielen der billigen Lockangebote auf einem unsicheren Stand. Der Sachverständige sagt: "Es werden Stecker verwendet, die nicht für solche Einsatzzwecke vorgesehen sind. Es besteht nicht nur Ausfallgefahr, weil Wasser bei Regen eindringen kann, sondern manche bergen auch das Risiko der Verwechslung, was zur Explosion der Akkus führen kann. Die Liste der Mängel könnte nahezu beliebig fortgesetzt werden."

Pedelec fahren soll Spaß machen und sicher sein. Dies ist bei Billig-Pedelecs nicht immer der Fall. Dirk Zedlers Fazit: "Im Ergebnis machen die Billig-Pedelecs unserer Erfahrung nach beim Fahren weder Spaß noch haben Sie eine ausreichende Sicherheit und Lebensdauer."

Autor: Björn Gerteis

 

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