Medienberichte und Publikationen rund um Fahrräder, Pedelecs, Technik und Sicherheit

Die häufigsten Sicherheitsrisiken, die uns in der täglichen Arbeit rund um Fahrrad-Sicherheit, -Technik und -Bedienungsanleitungen auffallen, publizieren wir auch in Artikeln in den führenden Fachmagazinen TOUR – Europas Rennrad-Magazin Nr. 1, BIKE – Das Mountainbike Magazin Europas Nr. 1 und E-Bike – Das Pedelec-Magazin, um diese für die Branche wichtigen Informationen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch die Eurobike Show Daily, Messezeitschrift der jährlich stattfindenden Eurobike Show, gibt uns seit vielen Jahren die Möglichkeit, unsere Sicht auf wichtige Entwicklungen in der Fahrradbranche in ganzseitigen Artikeln auszuführen.

Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig in unabhängigen Fachvorträgen über alle Bereiche der Fahrradtechnik und des Fahrradmarktes. Auch weitere Fach- bzw. Branchenzeitschriften sowie immer häufiger Radio und Fernsehen zitieren uns in ihren Medienberichten und zeigen uns, dass wir mit unseren Hinweisen genau richtig liegen. In der Rubrik AKTUELL erfahren Sie laufend alle Neuigkeiten aus unseren Fachbereichen. Diese Berichte und Publikationen sortieren wir für Sie chronologisch bzw. nach Interessensgebieten.

Welt.de, 19.01.2021
Lesedauer 5 Minuten

Lohnt sich der Umbau des alten Fahrrads zum E-Bike?

Alte Fahrräder lassen sich per Nachrüstmotor nachträglich zum E-Bike machen. Doch laut Experten ist der Umbau zum Elektrorad meistens nicht zu empfehlen. Denn es drohen lebensgefährliche Folgen. Diese Gründe sprechen dagegen.

So ein Elektromotor am Fahrrad ist eine feine Sache: Beim Strampeln bergauf kommt man nicht so schnell außer Puste und auf längeren Strecken muss man nicht auf Rückenwind warten. Doch das alte Fahrrad ist einfach perfekt und soll nicht von einem neuen E-Bike ersetzt werden, an das man sich erst gewöhnen muss.

René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hat dafür Verständnis. „Vielen geht es darum, dass sie ihr über die Jahre liebgewonnenes Fahrrad weiter fahren können. Wenn ich ein neues Fahrrad kaufe, geht das Ganze wieder von vorne los.“ Dennoch rät der ADFC-Experte vom Umrüsten zum Elektrorad ab. Das hat mehrere Gründe.

„Herkömmliche Fahrräder sind nicht für die enormen Kräfte konstruiert, die durch einen Elektromotor auf sie einwirken“, sagt Filippek. „Das sind 250 Watt, in der Spitze oder beim Anfahren auch deutlich mehr. Ein durchschnittlicher Radfahrer bekommt das aus eigener Kraft kaum hin.“ Das kann zur Überlastung von Rahmen, Gabel und Anbauteilen führen.

Fahrräder sind nicht für so viele Kilometer ausgelegt

Dazu kommt, dass Fahrräder mit E-Unterstützung unterm Strich viel mehr Strecke zurücklegen. „Ein Standardfahrrad ist angelegt auf eine Lebensdauer von rund 10.000 Kilometern“, erklärt der ADFC-Sprecher. „90 Prozent aller Fahrräder erreichen das gar nicht im Laufe ihrer Nutzung. Wer mit Elektromotor ausgestattet ist, kommt in zwei Jahren locker auf diese Strecke.“ Sind die Teile nicht für so viel Strecke konstruiert, droht schneller Verschleiß.

Auch Dirk Zedler muss Radfahrern den Zahn ziehen, dass sich das alte Zweirad problemlos aufrüsten lässt. Der Geschäftsführer des Zedler-Instituts für Fahrradtechnik und -Sicherheit ist Spezialist für das Prüfen von Fahrrädern und deren Bauteilen.

Nachrüstmotoren für Fahrräder sind oft nicht zeitgemäß

Zwar bieten manche Firmen durchaus Nachrüstmotoren an, doch die großen namhaften Hersteller sind laut Zedler nicht dabei. Seine Erfahrung: Die Nachrüstmotoren sind technisch nicht auf dem Stand der Zeit. „Die Elektrofahrradtechnik hat sich in den vergangenen fünf Jahren extrem weiterentwickelt“, erklärt der Experte. „Das gilt für die Nachrüstsätze nicht in gleichem Maße. Sie fahren in der Regel nicht so angenehm und haben oft einen Haufen Marotten.“ Die Antriebssysteme seien meist deutlich einfacher gehalten, sprächen schlechter an, liefen oft nach und seien mitunter schneller verschlissen, urteilt Zedler. Was auf den ersten Blick wie ein Schnäppchen wirkt, kann sich später als Enttäuschung entpuppen.

„Man denkt: Ich habe mein klassisches Fahrrad und das liebe ich“, sagt Zedler. „Wenn man dann den Motor eingebaut hat und ehrlich ist, muss man zugeben, dass das Fahren oft einfach keinen Spaß macht und definitiv nicht dem Stand heutiger Elektrofahrräder entspricht.“

Gute E-Bike-Nachrüstsätze sind teuer

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Autorin: Christina Bachmann

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