Medienberichte und Publikationen rund um Fahrräder, Pedelecs, Technik und Sicherheit

Die häufigsten Sicherheitsrisiken, die uns in der täglichen Arbeit rund um Fahrrad-Sicherheit, -Technik und -Bedienungsanleitungen auffallen, publizieren wir auch in Artikeln in den führenden Fachmagazinen TOUR – Europas Rennrad-Magazin Nr. 1, BIKE – Das Mountainbike Magazin Europas Nr. 1 und E-Bike – Das Pedelec-Magazin, um diese für die Branche wichtigen Informationen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch die Eurobike Show Daily, Messezeitschrift der jährlich stattfindenden Eurobike Show, gibt uns seit vielen Jahren die Möglichkeit, unsere Sicht auf wichtige Entwicklungen in der Fahrradbranche in ganzseitigen Artikeln auszuführen.

Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig in unabhängigen Fachvorträgen über alle Bereiche der Fahrradtechnik und des Fahrradmarktes. Auch weitere Fach- bzw. Branchenzeitschriften sowie immer häufiger Radio und Fernsehen zitieren uns in ihren Medienberichten und zeigen uns, dass wir mit unseren Hinweisen genau richtig liegen. In der Rubrik AKTUELL erfahren Sie laufend alle Neuigkeiten aus unseren Fachbereichen. Diese Berichte und Publikationen sortieren wir für Sie chronologisch bzw. nach Interessensgebieten.

IHK Magazin – Wirtschaft 05.2016

Spitzentechnologie auf zwei Rädern

Nächstes Jahr wird das Fahrrad 200. Aber in Stuttgart dreht sich nach wie vor alles um das Auto. Alles? Fast alles. Weitgehend unbemerkt ist in der Region ein Netzwerk von Unternehmen gewachsen, die ihr Geschäft mit dem Fahrrad machen. Sportbegeisterung und Umweltbewusstsein der Schwaben sind es, die diesem MiniCluster zugute kommen – und seit einigen Jahren auch das Elektrorad.

Fahrradtechnik boomt, bestätigt Dirk Zedler, der in Ludwigsburg ein unabhängiges Prüfinstitut betreibt. Dabei seien viele vermeintliche Innovationen in Wahrheit Wiederentdeckungen aus der ersten Blütezeit des Fahrrads – vor dem Krieg.

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Dass der Bosch-Akku nach drei Jahren serienreif war, 2011 auf den Markt kam und mittlerweile in mehr als 50 Fahrradfabrikate eingebaut wird, hat Maßstäbe gesetzt - zumal in einer Branche, der noch vor gar nicht so langer Zeit der Ruf vorauseilte, ihre Kunden als unfreiwillige Produkttester einzusetzen. "Früher hieß es: Die Banane reift beim Kunden", spottet Dirk Zedler, der in Ludwigsburg ein unabhängiges Institut für Fahrradtechnik und -sicherheit betreibt. "Als ich in den 90er Jahren mit den Tests anfing, wollte ich irgendwann eigentlich nicht mehr Fahrrad fahren", erinnert sich der Fahrzeugbauingenieur.

Durchrutschende Dynamos, unsichere Bremsen, Gabel- und Lenkerbrüche waren damals an der Tagesordnung. Heute gibt es solche Missstände zum Glück kaum noch, und daran hat Zedler, gemeinsam mit einer kleinen Handvoll Sicherheitspioniere, einen nicht geringen Anteil. In Fachzeitschriften wies Zedler unermüdlich auf Sicherheitsrisiken hin - durchaus zum Ärger mancher Beteiligter, aber letztlich erfolgreich: Mit Rückenwind durch die Rechtsprechung wendete sich das Blatt zum Besseren. Sicherheits- und Qualitätsnormen wurden erarbeitet und ausgebaut, dazu gehörte auch der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Fahrräder - eine Bezeichnung, die Zedler als einer der Ersten führen durfte.

Heute prüft Zedler mit seinen 21 Mitarbeitern in Ludwigsburg Fahrräder, E-Bikes und Teile vieler deutscher und internationaler Hersteller - auf Testständen, die sein Institut größtenteils selbst entwickelt hat. Auch als Gutachter und Autor für Fachzeitschriften ist der 53-Jährige gefragt. "Ein halbes Jahrhundert gehörte allein dem Auto", erklärt Zedler das tiefe Tal, aus dem sich die Fahrradbranche erst wieder emporstrampeln musste. "Ein Fahrrad war etwas für Menschen, die sich nichts anderes leisten konnten. Deshalb musste es vor allem billig sein." Sättel, Naben, Züge, Bremsen, Laufräder - alles wurde immer simpler konstruiert, mit immer weniger Aufwand aus immer einfacherem Material hergestellt. Die zuvor weit entwickelte Fahrradtechnik geriet in Vergessenheit, oder wie Zedler treffend sagt: "Das Rad wurde zurückgedreht."

Folgen hatte diese Entwicklung nicht nur für Komfort und Sicherheit der verbliebenen Radler. Auch die Branche selbst habe sich damit ihr eigenes Grab geschaufelt. Denn den Preiswettbewerb mit den noch kostengünstigeren Asiaten konnte sie nicht gewinnen. Einst stolze deutsche Fahrradhersteller mussten reihenweise schließen oder wechselten die Besitzer. Dazu gehören Namen wie Kynast, Hercules, Kettler - oder in der Region: Staiger und Fuchs. Firmen wie Bosch, Porsche oder Miele hängten das Fahrrad ganz an den Nagel.

Dass es in der Branche mittlerweile wieder rund läuft, ist den Freizeit- und Fun-Sportlern zu verdanken, die das Fahrrad in den 80er Jahren wiederentdeckten. Insbesondere BMX und Mountainbike lösten diese "erste Revolution" des Fahrrads aus. Auf einmal lohnte es sich, in innovative Technik zu investieren. Zwar waren viele dieser Innovationen in Wahrheit Wiederentdeckungen, wie Zedler ausführt. Aluminiumrahmen, Rahmenfederung, Nabenbremse und Lochsattel habe es schon in der Blütezeit des Fahrrads vor dem Krieg gegeben. Die "erste Revolution" des Fahrrads war in Wahrheit also eine Restauration.

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