Medienberichte und Publikationen rund um Fahrräder, Pedelecs, Technik und Sicherheit

Die häufigsten Sicherheitsrisiken, die uns in der täglichen Arbeit rund um Fahrrad-Sicherheit, -Technik und -Bedienungsanleitungen auffallen, publizieren wir auch in Artikeln in den führenden Fachmagazinen TOUR – Europas Rennrad-Magazin Nr. 1, BIKE – Das Mountainbike Magazin Europas Nr. 1 und E-Bike – Das Pedelec-Magazin, um diese für die Branche wichtigen Informationen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch die Eurobike Show Daily, Messezeitschrift der jährlich stattfindenden Eurobike Show, gibt uns seit vielen Jahren die Möglichkeit, unsere Sicht auf wichtige Entwicklungen in der Fahrradbranche in ganzseitigen Artikeln auszuführen.

Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig in unabhängigen Fachvorträgen über alle Bereiche der Fahrradtechnik und des Fahrradmarktes. Auch weitere Fach- bzw. Branchenzeitschriften sowie immer häufiger Radio und Fernsehen zitieren uns in ihren Medienberichten und zeigen uns, dass wir mit unseren Hinweisen genau richtig liegen. In der Rubrik AKTUELL erfahren Sie laufend alle Neuigkeiten aus unseren Fachbereichen. Diese Berichte und Publikationen sortieren wir für Sie chronologisch bzw. nach Interessensgebieten.

tour-magazin.de 28.02.2017

Radfahrgewerkschaft droht mit Klage gegen UCI

Neuer Streit um Scheibenbremsen

Der Streit um die Scheibenbremsen in Profi-Radsport geht in eine neue Runde. Während die Fahrergewerkschaft CPA der UCI mit rechtlichen Folgen droht, verteidigt die Industrie die Bremse.

Gab es eine Verletzung bei einem Profi-Rennen durch eine Scheibenbremse? Bei der Abu-Dhabi-Tour bemerkte Sky-Profi Owain Doull nach einem Massensturz eine Schnittverletzung am Fuß und machte dafür die Scheibenbremse von Marcel Kittel (Rad siehe Foto) verantwortlich. TV-Aufnahmen können diese Vermutung nicht belegen – derzeit laufen die Untersuchungen.

Die Emotionen sind aber hochgekocht. Die Fahrergewerkschaft CPA hat in einer Pressemitteilung erneut der UCI vorgeworfen, die Sicherheit der Fahrer nicht zu beachten. Erstmals droht die CPA auch mit rechtlichen Schritten. Insbesondere fordert sie eine Abdeckung der Bremsscheibe, die einen Körperkontakt verhindert.

"Sollte das nicht passieren, wird die CPA alle notwendigen rechtlichen Schritte unternehmen um die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitglieder zu schützen," heißt es in einer Pressemitteilung. Die CPA verweist in der weiteren Begründung auf Gesetze zum Arbeitsschutz.

Derauf antwortet der Interessenverband der Sportindustrie WFSGI mit einem Statement. Darin verweist er auf zwei Gutachten, die einer Verletzung des Fahrers Francisco Ventoso durch die neue Bremstechnik bei Paris-Roubaix 2016 widersprechen. Dieser Fall hatte einen Stopp der Scheibenbrems-Tests verursacht, da Ventoso seine Verletzungen auf die Bremsscheibe zurückführte. In einem ausführlichen medizinischen Gutachten urteilt der Rechtsmediziner Prof. med. Ulrich Zollinger hingegen, dass eine Verletzung durch eine Scheibenbremse sehr unwahrscheinlich sei. Er vermutet eher eine Verletzung durch das Kettenblatt. Das Gutachten von Prof. Zollinger steht hier (Achtung das PDF-Dokument enthält blutige Unfallfotos).

Das zweite Gutachten, das die Möglichkeit von Verletzungen durch Scheibenbremsen in Radrennen untersucht, stammt aus dem Ingenieur- und Sachverständigenbüro von Dirk Zedler und ist hier zu finden.

Die Untersuchungen zum Unfall bei der Abu-Dhabi-Tour laufen noch.

Autor: Kristian Bauer
Foto: Tim De Waele

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