Medienberichte und Publikationen rund um Fahrräder, Pedelecs, Technik und Sicherheit

Die häufigsten Sicherheitsrisiken, die uns in der täglichen Arbeit rund um Fahrrad-Sicherheit, -Technik und -Bedienungsanleitungen auffallen, publizieren wir auch in Artikeln in den führenden Fachmagazinen TOUR – Europas Rennrad-Magazin Nr. 1, BIKE – Das Mountainbike Magazin Europas Nr. 1 und E-Bike – Das Pedelec-Magazin, um diese für die Branche wichtigen Informationen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch die Eurobike Show Daily, Messezeitschrift der jährlich stattfindenden Eurobike Show, gibt uns seit vielen Jahren die Möglichkeit, unsere Sicht auf wichtige Entwicklungen in der Fahrradbranche in ganzseitigen Artikeln auszuführen.

Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig in unabhängigen Fachvorträgen über alle Bereiche der Fahrradtechnik und des Fahrradmarktes. Auch weitere Fach- bzw. Branchenzeitschriften sowie immer häufiger Radio und Fernsehen zitieren uns in ihren Medienberichten und zeigen uns, dass wir mit unseren Hinweisen genau richtig liegen. In der Rubrik AKTUELL erfahren Sie laufend alle Neuigkeiten aus unseren Fachbereichen. Diese Berichte und Publikationen sortieren wir für Sie chronologisch bzw. nach Interessensgebieten.

LKZ 25.09.2015

Held der Mobilität aus Ludwigsburg

Bei Dirk Zedler dreht sich alles ums Rad – Abstimmung im Internet

Wenn jemand gegen alle Widerstände sein Ding durchzieht, dann ist das schon heroisch. So wie Dirk Zedler, einer von zehn Helden der nachhaltigen Mobilität. Eine Fachjury hat im Auftrag des Stuttgarter Verkehrsministeriums zehn Helden nominiert, darunter eben auch den Ludwigsburger Ingenieur Dirk Zedler. Verkehrsminister Winfried Hermann ruft nun die Bevölkerung auf, unter diesen zehn ihren Lieblingshelden zu wählen.

Sein Vater war Kraftfahrzeugmeister und betrieb auf der Schwäbischen Alb eine Fahrschule. Sohn Dirk studierte nach Abitur und Ausbildung als Kraftfahrzeugmechaniker Maschinenbau und Kfz-Bau in Karlsruhe. Dann aber begann der Student zu radeln und den aus Schwimmen, Laufen und Radfahren bestehenden Triathlon zu betreiben. "Ich habe schnell gemerkt, dass ich in der Stadt mit dem Fahrrad viel schneller bin als mit dem Auto", erzählt er.

Die Wände der Büroräume von Zedlers Unternehmen sind mit alten und neuen Drahteseln dekoriert, auch sein erstes Rennrad ist darunter. "Es funktioniert noch einwandfrei." Durch die Triathlonszene lernte er das Ludwigsburger Radgeschäft Merz kennen, wo er jobbte – auch nach dem Studium, weil er in der Fahrradbranche keine lngenieurstelle fand. Ein Zeitungsbericht über einen von Gerichten beauftragten Fahrradgutachter in Lübeck brachte ihn auf die Idee, sich selbstständig zu machen. Am 1. April 1993 begann er im Kinderzimmer seiner Wohnung und mit einem ausgeliehenen Computer. Aufträge kamen herein, im ersten Jahr erzielte er immerhin einen Umsatz von 33 000 Mark. Ein Jahr später wurde er als Sachverständiger bestellt und vereidigt. Außerdem publizierte er für die Fahrradfachpresse technische Artikel, auch heute noch gibt er in Magazinen unter anderem Reparaturtipps.

Im Neubau ist ein Fahrradmuseum geplant

1994 zog er mit seiner Firma in eigene Büroräume in der Teinacher Straße in Eglosheim. Er kaufte seine ersten Prüfmaschinen, 2001 stellte er den ersten Mitarbeiter ein. 2004 dann der Umzug in das einstige Radsportgeschäft Merz in der Teinacher Straße, heute plant er einen Neubau in der Nähe. Dort will er auch den Traum eines Fahrradmuseums verwirklichen. 2017, wenn das Fahrrad 200. Geburtstag feiert, soll die Ausstellung mit alten Schätzen eröffnet werden.

Die 18 Mitarbeiter seines Instituts und Sachverständigenbüros prüfen Neuentwicklungen, in den Laboren gibt es Crashtests und Belastungsprüfungen. Zedler arbeitet für über 100 Firmen und erstellt 800 Gutachten im Jahr, auch bei Unfällen. Inzwischen ist er auch international ein Begriff. "Mein Name ist in China bekannter als in Ludwigsburg", erzählt er lachend.

Zedler fährt seit über 30 Jahren konsequent Rad, sein Auto lässt er möglichst stehen. Das Fahrrad ist für ihn wesentlicher Bestandteil der Mobilität, gerade die E-Bikes hätten das Thema auch in einer Auto-Region wie Ludwigsburg weiter vorangebracht. Zedler, der 2011 als fahrradfreundlichster Arbeitgeber im Land ausgezeichnet wurde und 2014 den Mittelstandspreis für soziale Verantwortung gewonnen hat, freut sich über die Nominierung als Held der Mobilität.

"Als Ausdauersportler habe ich die Herausforderung angenommen", sagt Zedler, der schon mehrmals mit dem Rad die Alpen überquert hat und somit weiß, was Durchhalten bedeutet.

Autor: Angelika Baumeister

INFO: Bis 25. Oktober kann aus den zehn Kandidaten der "Held der Mobilität" des Landes gewählt werden: www.neue-mobilitaet-bw.de/abstimmung. Die ersten drei Gewinner werden am 25. November gekürt.

Zurück