Was ist in der Causa Babboe schiefgelaufen?

Ein behördliches Verkaufsverbot ist keine Seltenheit, ein angeordneter Rückruf für die Fahrradbranche dagegen einzigartig. In zig begleiteten Marktaufsichtsverfahren, die wir mit diversen Herstellern erfolgreich bewältigen konnten, haben wir gelernt, dass es nicht so weit kommen muss. Typischerweise wird zunächst eine Frist gesetzt, bis zu der die ersten Maßnahmen umgesetzt sein müssen. Weiterhin muss eine Strategie vorliegen, wie

 
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und bis wann verbleibende Punkte erledigt werden. Die gesamteuropäische Gesetzeslage sieht eine mehr oder weniger präzise und typspezifisch definierte Produktsicherheit vor, außerdem eine Reihe von produktbegleitenden Maßnahmen. Es kann also nicht anders sein, als dass Babboe in der Vergangenheit viel zu wenig dieser unumstößlichen Regularien berücksichtigt hat und diese in ihrer Gesamtheit nun nicht mehr „auf die Schnelle“ umzusetzen waren.

Ein anderer Grund war möglicherweise, dass beim ersten Rückruf im Jahr 2019 keine sicheren Produkte nachgeliefert wurden. Das wäre eine Erklärung  dafür, warum die ansonsten eher nachsichtigen oder aus deutscher Sicht entspannten Behörden in den Niederlanden mit nie dagewesener Härte agierten.

 

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Von den Medien gerne gefragt:

Lastenfahrrad auf dem Prüfstand

"Viele Lastenräder sind im Vergleich zu Babboe deutlich teurer, aber sind sie auch sicherer?"

Der Maßnahmenkatalog, um innerhalb der EU sichere Elektrofahrräder am Markt bereitzustellen, ist umfassend. Dazu gehören nicht nur umfangreiche Prüfungen des Rahmens, der Einzelteile und des kompletten Fahrrades bzw. Lastenfahrrades, sondern auch

 
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eine Menge Technische Dokumentation, die weit über eine Bedienungsanleitung hinausreicht. Händler und auch Konsumenten werden beispielsweise Risikobeurteilungen, das Rückrufmanagementsystem oder auch Prüfprotokolle der EMV oder des Komplettrades nie zu Gesicht bekommen. Die Behörden durchleuchten dies allerdings zunehmend.

Eine solide Aufstellung in all diesen Bereichen macht das Fahrrad oder auch ein Lastenfahrrad zweifelsohne deutlich besser und sicherer – kostet aber einige zigtausend Euro pro Modell bzw. Modellgruppe. Ein günstiges Lastenfahrrad muss nicht zwingend unsicher sein. Doch der Preis ist schon ein gewisser Indikator dafür, was der Hersteller vorab investiert hat, um sein Produkt wirklich sicher zu gestalten.

 

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Die Basis: Chancengleichheit in Europa

Flapsig zusammengefasst wurde die Europäischen Union vor vielen Jahren als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, kurz EWG, gegründet. Den Wirtschaftsraum zu schützen, interne Handelsbarrieren abzuschaffen und den Warenaustausch fair zu gestalten, waren einige der Gründe. Seit Jahren steht zudem der Verbraucherschutz im Vordergrund und die EU verabschiedet regelmäßig

 
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Richtlinien und Verordnungen, die ins Landesrecht der Mitgliedstaaten übergehen.

Herstellern, die seriös entwickeln, Prüfungen weit über die unzureichenden Normen hinaus durchführen lassen und sich hinsichtlich der in den Gesetzen geforderten Technischen Dokumentation solide aufstellen, entstehen Aufwände in Zeit und Geld. In Folge müssen relevante Kosten den Produktkosten zugeschlagen werden. Ein klarer und unter der europäischen Gesetzeslage unlauterer Wettbewerbsvorteil, wenn man sich das alles spart.

Günstige Preise wie bei Babboe können viele Gründe haben. Beim Thema Sicherheit zu sparen, kann aber auch nach hinten losgehen. Die Marktaufsichtsbehörden müssen per europäischer Gesetzeslage in so einem Fall tätig werden, ohne Wenn und Aber. Und genau das ist nun passiert.

Gerne lassen wir Sie an unserem umfangreichen Erfahrungsschatz aus zig begleiteten Markt- bzw. Gewerbeaufsichtsverfahren, aus zig, abgewickelten, freiwilligen Rückrufen und aus nahezu unzähligen Gerichtsverfahren, die ich persönlich als Sachverständiger durchleben durfte, partizipieren.

 
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Keine Panik: Essenzielle Bausteine, damit Ihre Marke safe ist

Wer vor dem hohen Berg der CE-Konformität steht, sollte nicht in Panik geraten, sondern – ganz wie beim Radeln selbst zurückschalten und Serpentine um Serpentine bezwingen. Manche Dinge muss jeder Hersteller selbst nach absolvierter Grundlagenschulung bei uns intern lösen, da können wir nicht viel abnehmen. Kräftigen Rückenwind bieten wir bei vielen wesentlichen Säulen, denn diese offerieren wir seit Jahren komplett fertig zum Gebrauch oder alternativ so weit vorbereitet an, dass Mitarbeitende Ihres Hauses nach einer Einweisung gesetzeskonform weiterarbeiten können. (Weitere Infos im Portfolio).

Ach ja, bekannt sind wir natürlich auch für unseren 24/7-Prüfbetrieb, der mit 48 Stunden-Versprechen bis Prüfstart und zudem akkreditiert über das gesamte Spektrum unserer Performance- und Safety-Prüfungen aufwartet. Und wer seine Lieferkette durchleuchtet, freut sich zudem über den auditiert klimaneutralen Prüfbetrieb.

Schulung in der Prüfwerkstatt

Baustein 1: Schulung/Workshop als Hintergrund:
EU-Gesetze, -Verordnungen und -Richtlinien sowie anzuwendende Normen und CE-Kennzeichnung verständlich am Produkt Fahrrad und Pedelec erklärt

Dieser Workshop richtet sich an

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Entscheider, Produktmanager, Entwickler, Qualitätsbeauftragte von Händlern, Importeuren und Herstellern, auch aus dem Zubehör- und Nachrüstbereich.
Ein wertiges Zertifikat mit ausgewiesener Bildungszeit wird nach der Teilnahme ausgestellt.

Nächster Termin:
22. April von 13:30 bis 17:30 Uhr, Fortsetzung 23. April 8:30 Uhr bis 13 Uhr.

Anschließend besteht die Möglichkeit, kostenlos beim Frühlingsempfang des Verbandes Zukunft Fahrrad e.V. teilzunehmen, Museums- und Laborführungen inklusive.


Hinweis: Mitglieder von Zukunft Fahrrad e.V. geben Ihre Mitgliedschaft an und erhalten nach Buchung, Bezahlung und Teilnahme eine Gutschrift über den Verbandsnachlass und in Folge eine teilweise Rückerstattung.

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Workshop im Seminarbereich der Zedler-Gruppe

Baustein 2: Schulung/Workshop Komplettrad, inklusive kategoriespezifische Template(s) für beliebig viele Modelle einer Marke

Schulung bzw. Workshop für Produktmanager, Entwickler und QS- bzw. CE-Beauftragte direkt am Pedelec, E-Gravel, E-MTB oder E-Lastenrad. Die Firma bringt ein bis drei fertig montierte Elektrofahrräder mit und geht mit dem Team des Zedler-Instituts Punkt für Punkt durch die normativ geforderten Komplettrad-Prüfungen. Die Prüfungen finden im Labor und

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auf der Straße statt.

Im Ergebnis erhalten die Teilnehmenden nebst Teilnahmezertifikat, den fertig ausgefüllten Prüfbericht und ein oder mehrere Template(s), um zurück in der Firma weitere Modelle prüfen zu können.

Die Termine werden individuell mit Ihnen abgesprochen.

 
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Baustein 3: Risikobeurteilung – Bewährtes Baukastensystem, um die Entwicklung zu begleiten

Unter dem Zeitdruck eines laufenden Marktaufsichtsverfahrens wurde vor mehr als zehn Jahren der erfolgreiche Grundstock gelegt – und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Bis dato von den Aufsichtsbehörden in zig Prüfungen für gut befunden, gibt es mittlerweile die Kategorien:

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Pedelec/EPAC, E-Gravel, E-MTB, E-Lastenrad, E-Faltrad und auch die Zusatzmodule für Direktvertrieb und Sharing

Sie wollen sich möglichst wenig darum kümmern und haben nur ein oder wenige Modelle? Kein Thema: Wir besprechen das und liefern eine vielfach positiv beschiedene Risikoanalyse für Ihre Akten.

Viele Modelle? Ebenfalls kein Thema: Wir bieten auch hier das Template zur Verwendung pro Marke an und trainieren Ihr CE-Team, dieses zügig und fachmännisch pro Modellreihe und selbstredend kategoriespezifisch zu bearbeiten.

Sie sind interessiert an einer Risikobeurteilung?

 
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Baustein 4: Betriebsanleitung: Vom Gravelbike bis zum Lastenfahrrad

Typspezifisch, ohne eigenen Aufwand, schnell und enthaftend

Mal ehrlich, Bedienungsanleitungen sind nicht wirklich attraktiv, oft genug jedoch bei Gericht das Zünglein an der Waage und essenziell, um sich aus den Fesseln einer Gewerbeaufsicht zu befreien. Dabei reicht es nicht einfach, ein paar Zeilen zum Zubehör zusammenzuschreiben und die Anleitung des Antriebsherstellers beizulegen.

Verschiedenste Normen fordern eine

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ganz bestimmte Form, bestimmte Inhalte und halten Regeln für die Textierung und die Grafik bereit. Selbst die Warnhinweise sind normiert – hätten Sie´s gewusst?

Zedler-Basis Betriebsanleitungen E-City/Trekking, E-MTB, E-Cargo
 

Auch hier gilt, wie oben erwähnt: Die Arbeit ist weitestgehend getan, behördlich geprüft und steht Ihnen in verschiedenen Versionen zur Verfügung.

 

  • Basis – kategoriespezifisch und vielfach extern auditierter Inhalt: sofort ab Lager lieferbar, ab 50 Stück
  • Marke-Basis – Inhalt wie Basis, in Ihrem markenspezifischen Umschlag mit 8 Seiten für Ihre spezifischen Inhalte. Gedruckt und geliefert ab Auftragsbeginn in ca. 3 bis 4 Wochen.
  • Individuell – Inhalt wird ergänzt mit Fotos Ihrer Fahrräder, Pedelecs und Lastenfahrräder, mit Logos und individuellem Umschlag in ebensolchen inneren Umschlagsseiten. Gedruckt und geliefert ab Auftragsbeginn in ca. 3 bis 4 Wochen. Zusätzlich zum gedruckten Heft erhalten Sie eine PDF-Datei der Anleitung zur Bereitstellung auf Ihrer Webseite.

 

Ergänzt mit Ihren spezifischen Hinweisen zu Accessoires bzw. Zubehör oder spezifischen technischen Eigenschaften ein Paket, das Sie enthaftet und auch nicht wohlwollenden Rechtsanwälten und Kontrolleuren keine Kante bietet, um Sie auszuhebeln.

Basis bis Individuell bieten wir in den Kategorien: City-Trekking, Rennrad/Gravel, MTB, Lastenfahrrad und BMX an. Außer BMX sind alle Anleitungen auch für elektrische Fahrräder/Pedelecs/E-MTB und E-Cargo erhältlich.

Mit mehr als 20 Sprachen decken Sie mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit einen Großteil Ihrer Märkte ab.

Selbstredend bieten wir auch die Anleitung „from the scratch“ an, also vom Grunde auf. Diese Premium-Anleitung ist allerdings keine schnelle Sache und benötigt auch Ihre Unterstützung.
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