Medienberichte und Publikationen rund um Fahrräder, Pedelecs, Technik und Sicherheit

Die häufigsten Sicherheitsrisiken, die uns in der täglichen Arbeit rund um Fahrrad-Sicherheit, -Technik und -Bedienungsanleitungen auffallen, publizieren wir auch in Artikeln in den führenden Fachmagazinen TOUR – Europas Rennrad-Magazin Nr. 1, BIKE – Das Mountainbike Magazin Europas Nr. 1 und E-Bike – Das Pedelec-Magazin, um diese für die Branche wichtigen Informationen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch die Eurobike Show Daily, Messezeitschrift der jährlich stattfindenden Eurobike Show, gibt uns seit vielen Jahren die Möglichkeit, unsere Sicht auf wichtige Entwicklungen in der Fahrradbranche in ganzseitigen Artikeln auszuführen.

Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig in unabhängigen Fachvorträgen über alle Bereiche der Fahrradtechnik und des Fahrradmarktes. Auch weitere Fach- bzw. Branchenzeitschriften sowie immer häufiger Radio und Fernsehen zitieren uns in ihren Medienberichten und zeigen uns, dass wir mit unseren Hinweisen genau richtig liegen. In der Rubrik AKTUELL erfahren Sie laufend alle Neuigkeiten aus unseren Fachbereichen. Diese Berichte und Publikationen sortieren wir für Sie chronologisch bzw. nach Interessensgebieten.

BIKE 02/2022
Lesedauer 2:25 Minuten

Winterdienst

„Bei Korrosion sollte man an besten sofort handeln!“

BIKE: Welche Bauteile sind besonders rostgefährdet?

DIRK ZEDLER: Rost ist ja nur ein Teil möglicher Korrosion. Die im Neuzustand schwarzen Stahlachsen von Pedalen oder Naben werden schnell rostrot, wenn im Winter Salz und Feuchtigkeit ihr zerstörendes Werk tun. Schrauben werden mit galvanischen Schutzschichten überzogen und sind eigentlich gut geschützt. Es sei denn, man verwendet unpassendes Werkzeug und beschädigt diesen Schutz. Aber auch alle möglichen Bauteile aus Aluminium können korrodieren, was sich an schwarzer oder weißer Verfärbung erkennen lässt.

Wie beuge ich im Winter am besten Korrosion am Mountainbike vor?
Im Winter ist es eigentlich schon zu spät. Guter Schutz beginnt vorher, indem man das MTB sauber mit viel Wasser wäscht und ganz abtrocknet. Danach sollte man alle Bauteile mit Ausnahme von Bremsscheiben, Bremsbelägen, Satteloberflächen und Lenkergriffen mit reichlich Hartwachs behandeln. Zerklüftete Bauteile wie die Flansche der Naben können mit Sprühwachs versiegelt werden. Gerade an Kontaktstellen verschiedener Werkstoffe oder Kabelstoppern ist dies wichtig. Empfehlenswert ist es auch, Lenkkopflager neu zu fetten und bei Alu-Rahmen die Sattelstütze auszubauen und zu reinigen. Alu-Stützen, beispielsweise Dropperposts, werden dünn und gleichmäßig gefettet wieder in den Rahmen geschoben. Im Winter selbst ist viel Wasser zum Ablösen von schädlichem Salz nach der Tour der Tipp schlechthin.

Kann es auch an Carbon-Rahmen zu Korrosion kommen?
Carbon ist da ein unkomplizierter Werkstoff, denn er ist nicht gefährdet. Aber es gibt eine Reihe von Bauteilen, die durch Korrosion Ärger verursachen können. Dazu zählen Kabelstopper, Klemmmechanismen und Rahmen-Inlets aus Alu sowie in den Rahmen eingelegte Lenkungslager aus Stahl.

Gibt es typische Schadensbilder durch Korrosion an Mountainbike-Rahmen, und können diese auch gefährlich für den Fahrer werden?
Häufig tritt Korrosion in versteckten und verwinkelten Bereichen auf, in denen sich Wasser und Salz sammeln und die schlecht abtrocknen. Von dort können sich dann mit der Zeit auch Risse bilden. Bis dato kenne ich aber keinen Fall, in dem ein Rahmen aufgrund von Korrosion so gebrochen ist, dass es zur Gefährdung des Fahrers kam.

Wie verhalte ich mich, wenn ich entsprechende Stellen am Rad entdecke?
Sofort handeln, indem die Stelle freigelegt und von der Korrosion befreit wird. Danach die Stelle beilackieren, bei nicht lackierten Bauteilen regelmäßig einwachsen.

Das Interview führte: Stefan Frey