Medienberichte und Publikationen rund um Fahrräder, Pedelecs, Technik und Sicherheit

Die häufigsten Sicherheitsrisiken, die uns in der täglichen Arbeit rund um Fahrrad-Sicherheit, -Technik und -Bedienungsanleitungen auffallen, publizieren wir auch in Artikeln in den führenden Fachmagazinen TOUR – Europas Rennrad-Magazin Nr. 1, BIKE – Das Mountainbike Magazin Europas Nr. 1 und E-Bike – Das Pedelec-Magazin, um diese für die Branche wichtigen Informationen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch die Eurobike Show Daily, Messezeitschrift der jährlich stattfindenden Eurobike Show, gibt uns seit vielen Jahren die Möglichkeit, unsere Sicht auf wichtige Entwicklungen in der Fahrradbranche in ganzseitigen Artikeln auszuführen.

Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig in unabhängigen Fachvorträgen über alle Bereiche der Fahrradtechnik und des Fahrradmarktes. Auch weitere Fach- bzw. Branchenzeitschriften sowie immer häufiger Radio und Fernsehen zitieren uns in ihren Medienberichten und zeigen uns, dass wir mit unseren Hinweisen genau richtig liegen. In der Rubrik AKTUELL erfahren Sie laufend alle Neuigkeiten aus unseren Fachbereichen. Diese Berichte und Publikationen sortieren wir für Sie chronologisch bzw. nach Interessensgebieten.

RadMarkt 06/2015

Flatternde Pedelecs: Zedler fordert aufmerksamere Konstruktion

Einige aktuelle Pedelecs würden leicht das Flattern kriegen, bemängelt, Dirk Zedler, Sachverständiger und lnhaber des Zedler – lnstituts für Fahrradtechnik und -Sicherheit, im aktuellen E-Mail-Newsletter seines Unternehmens. 

Ihm begegneten in seiner Gutachterpraxis viele Unfälle, die durch die Bauart bedingt seien: "Viele Pedelecs quittieren schon den Versuch, den Wechsel der Fahrtrichtung anzuzeigen, mit einem Fahrverhalten, das gefährlich werden kann", stellt Zedler fest. 

"Korrigiere der Fahrer bei Bergabfahrten die Richtung, führe das zu Verwindungen zwischen Sattel und Lenker, zumal mit Gepäck, und das Rudern beginne", erklärt er weiter. Und oftmals resultierten Unfälle aus Überreaktionen von Fahrern, die versuchten, ihr Pedelec wieder unter Kontrolle zu bringen. 

Um für Pedelecs hingegen gute Fahreigenschaften zu erreichen, müssten die Hersteller sie von Grund auf auf die Fahrstabilität hin konstruieren, meint der Prüfingenieur: Die Rucksacklösung Trekkingrad plus Motor sei zum Scheitern verurteilt. Pedelecs seien schwerer und hätten mehrere schwingfähige Massen in exponierten Bereichen, was erhöhte Aufmerksamkeit bei der Konstruktion erfordere.

Während physikalische Randbedingungen, wie Reifendruck und Fahrbahnbeschaffenheit, zwar eine entscheidende Rolle für das Fahrverhalten spielen, sich aber in der Entwicklung und Fertigung nicht als feste Größe einbeziehen lassen, gibt es laut Zedler mehrere Kriterien, die Hersteller bei der Konstruktion eines Pedelecs unbedingt beachten müssen: das sind verschiedene Steifigkeiten, die Gewichtsverteilung verschiedener Komponenten und einige geometrische Verhältnisse.

Im Prüfinstitut ermittelt man in Benchmarkversuchen Werte für diese Faktoren und trägt sie in einem Achteck auf. Die Grafik gibt Aufschluss darüber, wie stabil das Pedelec fährt und wo es noch optimiert werden kann. "Aufgrund der typenbezogenen Einschränkungen kann das Optimum nicht bei allen Modellen erreicht werden. Erfahrungsgemäß helfen aber kleine Verbesserungen in allen Bereichen, das Pedelec bedeutend besser fahren zu lassen", lautet Zedlers Resumee. 

Ein weiteres für die Sicherheit von Pedelecs relevantes Thema reißt Zedler im Newsletter an: den Tausch von Teilen. Hier werden noch klare Regelungen vermisst. "Solange es keine höchstrichterlichen Urteile gibt, bleiben Aussagen von Rechtsanwälten und anderen Spezialisten lediglich Meinungsäußerungen und sind daher mit Vorsicht zu behandeln. lch rate bezüglich Veränderungen an Pedelecs nach wie vor zu Umsicht und sauberem Vorgehen, sowohl von Hersteller als auch dem Händler."

Zurück