Medienberichte und Publikationen rund um Fahrräder, Pedelecs, Technik und Sicherheit

Die häufigsten Sicherheitsrisiken, die uns in der täglichen Arbeit rund um Fahrrad-Sicherheit, -Technik und -Bedienungsanleitungen auffallen, publizieren wir auch in Artikeln in den führenden Fachmagazinen TOUR – Europas Rennrad-Magazin Nr. 1, BIKE – Das Mountainbike Magazin Europas Nr. 1 und E-Bike – Das Pedelec-Magazin, um diese für die Branche wichtigen Informationen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch die Eurobike Show Daily, Messezeitschrift der jährlich stattfindenden Eurobike Show, gibt uns seit vielen Jahren die Möglichkeit, unsere Sicht auf wichtige Entwicklungen in der Fahrradbranche in ganzseitigen Artikeln auszuführen.

Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig in unabhängigen Fachvorträgen über alle Bereiche der Fahrradtechnik und des Fahrradmarktes. Auch weitere Fach- bzw. Branchenzeitschriften sowie immer häufiger Radio und Fernsehen zitieren uns in ihren Medienberichten und zeigen uns, dass wir mit unseren Hinweisen genau richtig liegen. In der Rubrik AKTUELL erfahren Sie laufend alle Neuigkeiten aus unseren Fachbereichen. Diese Berichte und Publikationen sortieren wir für Sie chronologisch bzw. nach Interessensgebieten.

Ludwigsburger Kreiszeitung, 21.07.2009

Transalp fordert Zusammenhalt

880 Kilometer gespickt mit über 18 000 Höhenmetern, die in sieben Tagen auf dem Rennrad bewältigt werden müssen. Die Transalp ist für ambitionierte Hobby-Radler das, was für die Profis die Tour de France ist. Der Ludwigsburger Dirk Zedler war in diesem Jahr zum dritten Mal am Start.

Der 46-Jährige ist kein gewöhnlicher Teilnehmer an der Etappenfahrt über die Alpen. Denn der Fahrrad-Sachverständige ist regelmäßiger Autor der Rennrad-Fachzeitschrift Tour, die die Transalp veranstaltet. Und er nutzte die Tour für umfangreiche Materialtests, die sich in mehreren Geschichten niederschlagen, die in den nächsten Ausgaben der Zeitschrift veröffentlicht werden. Mit seinem Partner, dem Tour-Leser Christian Baumhof aus der Nähe von Köln, schrieb er zudem allabendlich Tagebuch für die Transalp-Webseite. Denn das Hobby-Rennen über die Alpen wird in Zweierteams gefahren.

Es waren aber nicht allein berufliche Gründe, die Zedler aufs Rad und zu solchen Herausforderungen treiben. Nachdem er sich in der Aufbauphase seines Betriebes in den 1990-er Jahren kaum noch sportlich betätigt hatte, beschloss der gelernte Maschinenbauingenieur vor ein paar Jahren: "Es muss etwas passieren."

Und statt auf Triathlon, den er zu Studienzeiten leistungssportlich betrieben hatte, verlegte er sich ganz aufs Radfahren. Dabei machte er eine überraschende Erfahrung: "Bei den ersten Tour-Traingslagern merkte ich, dass ich früher falsch trainiert hatte", bekennt Zedler. Statt immer am Limit zu trainieren wie früher, habe er gelernt langsamer zu fahren. Mit dem Erfolg, dass er bei den ersten Radmarathons, die er anschließend fuhr, deutlich schneller vorankam als früher. Für die Transalp galt das im Vergleich zu den ersten beiden Teilnahmen allerdings nicht. Die diesjährige Tour sei, rein sportlich gesehen, seine bislang schwächste gewesen, sagt Zedler. In der Masters- sprich Seniorenklasse 1 wurde er mit seinem Partner 74. von 173 Duos, mit knapp acht Stunden Rückstand auf die Sieger. Doch das lag weniger an der Fitness, als an den Tests und dem deshalb nicht immer zuverlässigen Material. Mehr als eine Stunde brachten die beiden zusammengerechnet alleine damit zu, auf den Servicewagen zu warten, weil sie wiederholt von Pannen ereilt wurden.

Das Sportliche ist für den zweifachen Vater bei der Transalp ohnehin zweitrangig. "Das Besondere an der Tour ist die Landschaft und das Feeling, auf abgesperrten Straßen mit Gleichgesinnten über so eine lange Strecke fahren zu können", erklärt er. Es sei toll, eine Woche lang einmal nichts andere zu machen als "Essen, Schlafen und Radfahren."

Dreimal über 2500 Meter

Das Hobby-Rennen, das in diesem Jahr von Sonthofen nach Arco am Gardasee führte, sieht Zedler nicht nur physisch als Herausforderung, sondern auch menschlich. Denn in den Zweierteams ist Zusammenhalt und Rücksichtnahme notwendig, um die Strapazen erfolgreich zu überstehen. "Jeder hat mal einen schlechten Tag. Da ist es gut, wenn der andere dich mitzieht, dich unterstützt", sagt er. Die Vorbereitung für ein solches Rennen läuft bei Dirk Zedler aus Zeitmangel eher nebenher. Eine Woche Tour-Trainingslager, mit dem Fahrrad täglich vom Wohnort Hoheneck in den Ludwigsburger Westen ins Büro und am Wochenende drei- bis vierstündige Trainingstouren. 6000 Kilometer sind so in diesem Jahr bis zum Start Anfang Juli zusammengekommen. Das muss reichen, meint er. Für den Wahl-Ludwigsburger, der von der Ostalb stammt, wird es wohl nicht die letzte Alpentour gewesen sein. "Irgendwie fühlt es sich so an, als ob es nächstes Jahr auf ein Neues heißt…, sagt er." Die Transalp führt in diesem Jahr vom 28. Juni bis 4. Juli von Sonthofen durch Österreich und Südtirol nach Arco am Gardasee, Zu bewältigen waren Etappen zwischen 91 und 180 Kilometern bei einer Gesamtstrecke von 882 Kilometern und 18 366 Höhenmetern. Mit der Überquerung von Timmelsjoch, Stilfserjoch und Gavia ging es drei Mal während der Tour in Höhen jenseits der 2500 Meter.

Autor: Jürgen Schmidt

Zurück